Home

Systemisches Training & Coaching

Nehmen Sie Kontakt auf

Rufen Sie uns an: +49 (0) 6033-974 21 91 eMail an uns

29.04.2014

Eine kleine S.T.E.P.- Philosophie für Veränderungsprozesse

S.T.E.P. bedeutet Systemische Trainings- und Entwicklungsprozesse

... und die Buchstaben S.T.E.P. könnten auch für die Art und Weise stehen, wie wir Menschen und ihre Entwicklungen in Organisationen prinzipiell betrachten und Change Management Projekte begleiten:

S.ystemische T.ransformations- und E.mergenz - P.rozesse.

Der folgende Text behandelt diese Begriffe zwar auf einem abstrakten und formalen Niveau, doch diese Sichtweisen haben Konsequenzen für uns. So werden - um nur ein Beispiel zu nennen - in S.T.E.P.- Konzepten keine Persönlichkeitstests eingesetzt.

S.ystemisch

... heißt, weg von der Betrachtung des Einzelnen - hin zur Betrachtung von Beziehungen...

Die bedeutsamen Elemente sozialer Systeme sind nicht nur die Menschen selbst. Mindestens ebenso wichtig für das Verständnis und die Optimierung von Organisationsprozessen sind die Muster und Regeln, nach denen sich ihre Kommunikation und Beziehungsgestaltung vollzieht. Diese entwickeln in Organisationen quasi ein Eigenleben, welches die Kompetenzen und Wahrnehmungen der Menschen mit suggestiver Kraft beeinflusst.

Unsere systemischen Organisationsberater berücksichtigen das in ihrer Arbeit und konzentrieren sich nicht in erster Linie auf die Beteiligten und ihr Innenleben, etwa mit Hilfe von Persönlichkeitsanalysen, sondern richten den Blick auf den Kontext. So wird ein wertschätzender Umgang mit individuellen Unterschieden, als Basis für zielbezogene Veränderungsprozesse, ermöglicht.
Wenn das Alte gewürdigt ist, kann sich das Neue entfalten.

Für unseren Ansatz verstehen wir jedes System als ein Vernetzungsmuster der Beteiligten in und zwischen Organisationen. Durch Grenzbildung unterscheidet es sich von seiner Systemumgebung. Individuelles Erleben und Verhalten kann nur in diesem Kontext und nur hinsichtlich seiner Auswirkungen im System - und nicht der Ursachen allein - sinnvoll erklärt und verstanden werden. Das ontologische "Warum" auf der Suche nach der Begründung, wird daher durch ein funktionales "Wie" der Beschreibung ersetzt.

T.ransformation

... heißt, dass die Menschen als Ganzes sich verändern können...

Jede soziale Gruppe verstärkt als System bestimmte menschliche Eigenschaften, während andere nicht gewürdigt oder unterdrückt werden. Doch Menschen sind von umfassender Transformationsfähigkeit. Sie verändern ihre sensomotorischen, kinästhetischen, kommunikativen und kognitiven Fähigkeiten, ja selbst ihren Willen, ihr Selbstbild und ihre vitalen Kräfte, wenn sie dazu in die Lage versetzt werden. Das kann sowohl spontan - als auch durch entsprechendes Üben bestimmter Methoden und Techniken geschehen, die auf einem breit angesiedelten Wissen aus Psychologie, Management, Sport, Kunst, Anthropologie und Philosophie beruhen.

Jede Transformation, die von Einzelnen, Teams und Organisationen erlebt werden kann, ist durch genau bestimmbare Aktivitäten, Interventionen und Transformationsmodalitäten, vermittelbar. Jede Transformation erzeugt neue psychosoziale Entwicklungen, die in irreversiblen Sequenzen vor sich gehen und bei langfristigen Wandlungsprozessen als Evolution selbstorganisierender Systeme betrachtet werden können.

E.mergenz

... heißt, dass etwas völlig neues erscheint...

Mit einer Hand kann man nicht klatschen. Der Ton tritt als emergente Eigenschaft der Hand hervor. Von Temperatur kann man erst sprechen, wenn viele Moleküle sich bewegen. Sie ist eine emergente Eigenschaft des Moleküls. Man kann eine Uhr in die Bestandteile zerlegen, aus denen sie besteht, aber mit keinem davon kann man die Zeit anzeigen. Dies ist eine emergente Eigenschaft der Teile.

Durch Emergenz entsteht eine nicht reduzierbare, hierarchische Ordnung. Die neuen Bedingungen, Strukturen und Ereignisse sind wirklich neu und können nicht aus den vorhergehenden erklärt werden. Sie entstehen plötzlich, wobei komplexe Formen und Strukturen aus einfachen Regeln hervorgehen und so das Einfache und das Komplexe miteinander verbunden werden.

Das jeweils höhere System transzendiert das jeweils niedere und schließt es zu einer neuen Ganzheit ein. Durch solche Prozesse der Selbsttranszendenz entfaltet sich Neuartigkeit innerhalb und zwischen Menschen, Gruppen und Organisationen stufenweise und nicht gleichförmig. Man kann hier im übertragenen Sinn von "Quantensprüngen" sprechen.

P.rozess

... heißt eine gesteuerte Umformung oder Transport von Materie, Energie, Information oder Bewusstsein...

Wichtig ist uns im Change Management: Veränderungsprozesse bestehen aus überschaubaren Einzelschritten, deren optimaler Gesamtverlauf mit der Rückmeldung über das Ergebnis jedes Schrittes verbunden ist. Diese Ergebnisse steuern den Ablauf selbst. Je kürzer die Feedbackschleifen sind, um so besser steuert sich der Prozess.

Change Management Projekte werden von uns in lang- und kurzfristig geplanten Schritten, mit Blick auf das Ziel für Sie, unseren Kunden, begleitet. Im idealen Fall durchlaufen wir gemeinsam mit Ihnen mehrfach einen Beratungsprozess, der aus folgenden S.T.E.P.s besteht:

  1. Kontrakt schließen
  2. Ziele definieren
  3. Messgrößen bestimmen
  4. Analyseworkshop durchführen
  5. Projektplan erstellen
  6. Maßnahmen umsetzen
  7. Ergebnisse feststellen
  8. Dokumentieren und Präsentieren
  9. Erfolge feiern ...


Was heißt systemisches Training und Coaching?

Was bedeutet der Begriff „systemisch“ in unserem Zusammenhang? Training und Coaching sind Anwendungen von psychologischem Know-how in der Praxis von Organisationen, also in Betrieben, Behörden, Verbänden, Schulen und Kanzleien; in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung. Überall da, wo Menschen alleine und zusammen arbeiten, kann psychologisches Training und Coaching hilfreich sein. Das Ziel dieser Anwendungen ist immer eine Verbesserung der Arbeitsergebnisse. Es soll erfolgreicher, konfliktfreier und mit mehr Spaß an allem zusammen gearbeitet werden. Die Dinge sollen leichter von der Hand gehen, weniger Kosten verursachen, es sollen weniger Fehler gemacht, Probleme sollen gelöst oder deren Auftreten vorgebeugt werden. Was Führungskräfte dafür tun können hat die Arbeits- und Organisationspsychologie inzwischen gründlich erforscht und es liegt eine Menge an Wissen dazu vor.

Um die genannten Ziele zu erreichen bedienen sich psychologische Trainer und Coaches spezieller Untersuchungs- und Veränderungsmethoden. Das besondere nun an der systemischen Vorgehensweise ist dabei den Blick auf das Ganze zu richten, auf das „System“ also von dem die Einzelnen Teile sind und von der bloßen Betrachtung des Einzelnen ab zu sehen. Die systemische - unterscheidet sich damit von der klassischen, traditionellen Psychologie auch dadurch, dass Sie die Ursachen dafür, wie Menschen sich fühlen und verhalten nicht mehr in deren individuellem Innern sucht und findet, sondern im gemeinsamen Außen. In der systemischen Psychologie wird niemand mehr „auf die Couch gelegt“. Es werden keine Träume erforscht und keine verborgenen Motive gesucht. Ob jemand eine glückliche Kindheit hatte oder nicht, ob jemand Einzelkind war oder Teil einer Geschwisterschar, ob mit der Flasche aufgezogen oder gestillt, all das spielt keine Rolle mehr. Jede/r darf bleiben wie sie/er ist. Niemand muss sich verändern, es sei denn sie/er möchte es.

Martin Heß
01.01.2006



S.T.E.P. - Heß & Heß GbR · Systemisches Training & Coaching
Hausbergstrasse 23
35510 Butzbach / Hoch-Weisel
fon +49 (0) 6033-974 21 91
fax +49 (0) 6033-748 77 56
E-Mail: info@step-online.de

TOP Scroll