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12.06.2018

Donald & Kim

Verhandelt wie ein Anfänger: Das Scheitern des "Dealmaker" war programmiert

11. Juni 2018

Am Vorabend der Verhandlungen zw. Kim Jong Un und Donald Trump:

M.Heß: "Verhandlungstechnisch gesehen ist es der schiere Wahnsinn, was Trump gerade unternimmt. Er glaubt offenbar tatsächlich, er könne sich alles erlauben und werde leicht „gewinnen“, weil er der Stärkere ist. In Wahrheit kann - und wird, meiner Meinung nach - Kim den Amerikaner am Nasenring durch die Manege führen.

Das Treffen ist nicht vorverhandelt und Trump hat wesentlich mehr zu verlieren. Seine ultimative Drohung mit atomarer Vernichtung, dem „größeren Knopf“, ist nicht realistisch. Möglich allerdings, dass er über uns nicht bekannte Druckmittel, zB über Absprachen mit Peking, verfügt, die Nord Korea definitiv in die Knie zwingen. Dann wäre so eine Veranstaltung wie in Singapur vertretbar. Im anderen Fall ist ein Desaster programmiert, denn die USA verfügen im Unterschied zu dem Diktator über keine glaubwürdige BATNA (Best Alternative To Negotiated Agreement). Trump muss gewinnen. Kim hat Zeit.

Sollten sodann die Chinesen erneut ihr Herz für Nord-Korea entdecken, säße der Tölpel aus Washington endgültig in der Falle.

 

Dienstag, 12. Juni 2018

Kurz nach Unterzeichnung des Dokuments in Singapur:

M.Heß: "Was zu erwarten war, ist eingetreten. Sieg für Kim. Trump stellt ihm eine Sicherheitsgarantie in Aussicht, das ist neu, und erhält im Gegenzug lediglich eine Bestätigung dessen, was Kim schon im April erklärt hatte: Er werde sich um vollständige Denuklearisierung bemühen. Trump kommt mit Nichts in den Händen vom Verhandlungstisch zurück.

Aber was erwarten wir denn? Wenige Tage nach erneuten, noch dazu spektakulär in Szene gesetzten öffentlichen Vertragsbrüchen Trumps mit dem Iran und den G7, will er jetzt als verlässlicher Vertragspartner und Garant erscheinen? Und auf das Wort solcher Männer soll sich Kim nun verlassen? Den Teufel wird er tun. Versprochen hat er Abrüstung schon oft. Doch entscheidend beim Verhandeln ist das Handeln!

Erwartet man Vertragsbruch durch die Gegenseite, muss man dem zuvor kommen und seinerseits brechen. Und zwar so schnell wie möglich! Dies sagt die Anwendung des spieltheoretischen „Gefangenendilemmas“ auf die Korea vs. USA Situation ebenso, wie die Erfahrung. Wir werden sehen."

 

13. Juni 2018

Zur Karikatur in der heute-Show:

"Auf den Punkt! Der Narr aus dem Weißen Haus hat sich sogar angeblich eine „Sicherheitsgarantie“ für den Mörderstaat abluchsen lassen (natürlich wissen allein die Götter, was die wert ist) und die Ankündigung, die militärischen Aktivitäten mit Süd-Korea einzuschränken - was die Süd-Koreaner überrascht hat.

Aber wie auch immer: Die heute-Show bringt es auf den Punkt. Darum geht es: Bilder, Stimmungen, Image und Show, Manipulation des Publikums durch faked realities, Trump’s Heimat eigentlich, und ausgerechnet dort führt Kim ihn regelrecht vor!

Und in noch einem Punkt haben Welke und sein Team ja so recht: Um Ergebnisse, Vereinbarungen, Verabredungen und Verträge kann es keinesfalls mehr gehen. Jedenfalls nicht mit Trump, dem „dealbreaker“, seit Klima-, Irak- und G7-Vertragsbruch. (Wären die Donald-Kim-Verhandlungen als Sitcom im TV übertragen worden, hätte man jedes Mal, wenn das Wort „Vertrauen“ fiel, einen Lacher vom Band einspielen müssen, und zwar einen mit wiehern und japsen, mit Schenkelklopfen und Nachlachern.)"

 


Mehr: https://www.step-online.de/deutsch/verhandlungstraining/

 



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