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Grundlagen der Mitarbeiterführung   Druckversion

In systemischer Sicht verhalten sich Organisationseinheiten oft wie lebendige, den Prinzipien der Selbstorganisation folgende, psychische Lebewesen. Ihre Mitglieder teilen bestimmte Emotionen miteinander, sind dadurch nicht unabhängig aber selbst-bestimmt. Sie erzeugen psychologische Felder durch Resonanz. Die offene Schleifenstruktur des Limbischen Systems sorgt für die emotionale Wechselwirkung und den Widerhall der Gefühle der anderen im eigenen Erleben.

So entstehen geteilte Stimmungen, die dann ein Eigenleben führen. Oranisationseinheiten verfügen – bei dieser Betrachtungsweise – auch über eigene Intelligenz und damit über Lernfähigkeit. Deshalb funktioniert die lernenden Organisation wortwörtlich. Da zwischen den Menschen im System Wechselwirkungen und Rückbezüglichkeit entstehen, bilden sich durch alle Arten von Organisation bald nicht-lineare, a-kausale, chaotische Systeme. Und die sind prinzipiell teilweise unberechenbar und nehmen plötzlich unvorhersehbare Zustände an. Prinzipiell nicht zu führen. Jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn.

Führen durch Nicht-Führen wäre gefordert. Eine Zwickmühle, die zu managen dem Vorgesetzten aufgetragen ist, doch einseitige Kontrolle funktioniert halt nicht. Und Unterstützen? In jedem Fall! Die Führungskraft wird zum Facilitator, zum Erleichterer. Dem Mitarbeiter helfen? Nun ja. In den Dialog treten und Verhandeln wirkt sich in der Regel noch am besten aus. Denn schließlich ist es ohne Hilfe auch oft schon schwer genug... ;-)

MH

Lernziele

Die Teilnehmer verstehen die Grundlagen der Mitarbeiterführung auch ohne Vorkenntnis oder eigene Führungserfahrung. Sie haben anschließend ihre Führungsaufgaben verstanden und akzeptiert und führen gute Mitarbeitergespräche.

Wichtige Bestandteile des Führungsverhaltens sind diskutiert und trainert worden. Gute Gesprächsführung ist ein zentraler Bestandteil davon: Wie führt man wirksame Mitarbeitergespräche? Voraussetzung für die förderliche, situationsangepasste Flexibilität des Führungsstils, ist die gut entwickelte Kommunikationsfähigkeit. Die Teilnehmer dieser Seminare lernen eigene Stärken und Schwächen besser kennen und erfahren, wie sie auf andere wirken. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, ihr Führungsverhalten zielorientiert zu verbessern.

Inhalte

  • Aufgaben und Rollen einer Führungskraft
  • Sach- und Führungsaufgaben
  • Der kooperativ-situative Führungsstil in der Praxis
  • Mitarbeitergespräche zielorientiert führen
  • Kommunikationsebenen im Mitarbeitergespräch
  • Aufträge erteilen und Aufgaben delegieren
  • Ziele und Zielvereinbarungsgespräche führen
  • Selbst- und Mitverantwortung und ihre Auswirkungen
  • Kontrolle, Anerkennung und Kritik
  • Geben und Nehmen von Feedback
  • Wirksam fragen und aktiv zuhören
  • Sachlich argumentieren
  • Problem- und Zielorientierung in Mitarbeitergesprächen
  • Diskussion und Einigung im Mitarbeitergespräch

Teilnehmer

Führungs- und Führungsnachwuchskräfte

Methoden

Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Präsentation, Arbeit an aktuellen Führungsproblemen aus dem Teilnehmerkreis

Dauer

3 Seminartage



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